Ich beantworte deine Fragen

Welche Schulbücher in der 1. und 2. Klasse in Mathematik?


Gestellt von Maike mit ihrem Sohn John (7 Jahre)


Hallo Diana,

 

heute schreibe ich dir, um dich um deine Meinung zu bitten. 

 

John (7J.) lernt sehr gut mit dem Virtuellen Klassenzimmer. Er hat sich in kurzer Zeit die Rechenstrategien aneignen können und ist schon richtig gut im Kopfrechnen geworden. Die Meilensteine funktionieren einfach sehr gut durch die klaren Aufgabenstellungen und Zielvorgaben. Ein großes Lob an dich an dieser Stelle.

 

Normalerweise dient das Virtuelle Klassenzimmer ja als Zusatzmaterial zu den Schulbüchern. Wir haben es sozusagen als alleiniges Material (Schulbücher der öffentlichen Schule auf dem Lande vor Ort hier in Brasilien berücksichtigen weder Kopfrechnen noch Rechenstrategien etc..). Ich habe lediglich noch "Mein Mathebuch - Ausgabe für Bayern" und "das bärenstarke Arbeitsheft" dazu bestellt, um Inhalte eventuell noch mal zu vertiefen. Allerdings verwirrt John dieses Buch. Es hat so viel Aufgaben auf einer Seite, dass er schon aufgibt und verweigert, bevor wir eine Aufgabe bearbeiten wollen. Es wirkt auch auf mich unübersichtlich und überfordernd. Ich kann ihn da verstehen. Allerdings beleuchtet es die gelernten Inhalte vom Virtuellen Klassenzimmer nochmal von einer anderen Seite.

Meine Frage nun: Sind weitere Schulbücher deiner Ansicht nach noch sinnvoll in unserem Fall? Falls ja, kannst du eins empfehlen, vielleicht eines das mit der Sequenz der Meilensteine zusammengeht?

 

Ich würde mich über deine Hilfe sehr freuen,

vielen Dank schon einmal im Voraus. 

 

Maike


Antwort:

Hallo Maike,

 

vielen Dank für deine Nachricht und Rückmeldung zum Virtuellen Klassenzimmer.

 

Ich freue mich sehr, dass John schon solche Fortschritte mit dem Virtuellen Klassenzimmer gemacht hat.

 

Gern möchte ich meine Sichtweise zu deinen Fragen mit dir teilen. 

 

Die Inhalte im Virtuellen Klassenzimmer decken die Basisfähigkeiten ab, die ein Kind am Ende der 1. bzw. 2. Klasse können sollte. Es sind die Basiskompetenzen, die viele Kinder am Ende der 2. Klasse gar nicht erreichen?

Wo liegt das Problem?

Es geht tatsächlich vielen Kindern so wie John. Eine Schulbuchseite wirkt für ein Kind häufig sehr erschlagend. Es befinden sich auf einer Seite mehrere Aufgaben. Häufig zum gleichen Thema, aber das Themenkomplex wird von einer anderen Seite beleichtet. Dazu kommen verschiedenste Aufgabenstellung und viele farbige Bilder.

 

Es scheint mir manchmal die Schulbuchverlage wollen sich hier gegenseitig übertreffen, packen viel zu viel potentiell mögliche Aufgaben zu einem Thema ins Schulbuch hinein. 

 

Für ein Kind stellt das schnell eine Überforderung da. Es kommt gar nicht richtig dazu, selbst über den Themenkomplex nachzudenken. Jede Aufgabe wirkt so anders und jedes Mal besteht das Gefühl, wieder was komplett Neues anzufangen. Dabei wird der Themenschwerpunkt nur von einer anderen Seite beleuchtet. 

Worauf kommt es an?

Unterm Strich stellt sich für mich die Frage, was denn eigentlich am Ende herauskommen soll? Nehmen wir die Plusaufgaben im Zahlenraum bis 20. Diese soll dein Kind am Ende sicher mit den dazugehörigen Rechenstrategien lösen können. Endlich viele Aufgaben gibt es. Durch die Beleuchtung dieser Aufgaben in immer wieder verschiedenen Aufgabenformulierungen entwickelt ein Kind schnell das Gefühl, dass es unendlich viele Aufgaben gibt. Immer wieder noch mehr. 

Warum das der Lernentwicklung deines Kindes nicht hilft

Es steht gar nicht der Kompetenzerwerb im Vordergrund, sondern was man sonst noch zu diesem Thema üben könnte. Dein Kind sieht nicht, welche Aufgaben es schon erfolgreich bewältigt hat, sondern steht immer wieder vor neuen inhaltlichen Herausforderungen und dem Gefühl Das weiß ich jetzt nicht. Da bleibt nach zwei Seiten in einem Schulbuch oder Arbeitsheft zwar das Gefühl, diese gefüllt zu haben. Fragst du aber dein Kind, was es jetzt gelernt hat, fällt die Antwort häufig mager aus.

Meine Empfehlung

Aus diesem Grund empfehle ich dir eher, keine zusätzlichen Arbeitshefte und Schulbücher zu verwenden. Da ich aber gut verstehen kann, dass man gern etwas hätte, würde ich dir folgende zwei Exemplare empfehlen.

 

Das ist zum einen das Zahlenbuch. Dies orientiert sich ziemlich an die Meilensteine im Virtuellen Klassenzimmer und zum anderen den Zahlenfuchs. Er bietet Aufgaben, um das Rechnen zu automatisieren. 

 

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen, Maike.

 

Ich wünsche dir und John alles Gute.

 

Liebe Grüße

 

Diana 

 

 



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