3 Tipps für mehr Motivation 🌼 beim Lernen | Diana Wegel

Heute habe ich dir wieder eine der 9 häufigsten Fragen, die ich immer wieder von Eltern gestellt bekomme, mitgebracht: Wie wird mein Kind motivierter beim Lernen?

Lies diesen Blogpost oder schau dir mein Video an, um mehr über Motivation beim Lernen zu erfahren.

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Alle 9 Fragen habe ich dir in meinem Elternratgeber beantwortet, den du dir hier kostenlos herunterladen kannst. 

Die Motivation jedes Kindes kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Eltern müssen schon ihr gesamtes Verhandlungsrepertoire aufbringen, um ihr Kind überhaupt an den Tisch zu bringen. Andere Eltern würden sich wünschen, dass sie ihrem Kind nicht jeden Buchstaben aus der Nase ziehen müssen und ihr Kind die Aufgaben „doch einfach nur machen“ würde.

Hast du gewusst, dass jeder Mensch 3 Grundbedürfnisse hat?


Wenn die erfüllt sind, sind
wir motiviert, die jeweilige Tätigkeit zu tun.

  • Wir wollen positive und schöne Erlebnisse haben.
  • Wir wollen die Dinge kontrollieren können.
  •  Wir wollen Anerkennung für unsere Leistung erhalten.
  • Springen wir einmal in deinen Arbeitsalltag rein, bevor wir uns die Situation deines Kindes anschauen.

    Wie motiviert bist du bei der Arbeit?

    Was motiviert dich dazu, jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen? Vielleicht sagst du jetzt gleich: „Pah, Motivation? Ich schleif mich da jeden Tag aufs Neue hin. Allein das Geld motiviert mich, das zu tun.“

    Vielleicht fängst du aber auch schon an, gedanklich aufzuzählen:

    • Ich freu mich auf die Kollegen
    • Es ist schön, rauszukommen
    • Die Projekte machen mir viel Spaß
    • Ich kann meine Ideen verwirklichen
    • Ich kann oft meinen Kollegen helfen
    • Ich werde gebraucht und das ist ein gutes Gefühl

    Stell dir einmal die folgende Situation deines Arbeitstags vor:
    Du kommst zur Arbeit und 2 Kollegen sind schon wieder krank (kein positives Erlebnis). Du musst die Projekte deiner Kollegen mitmachen und weißt gar nicht genau, wo du dir das alles zusammensuchen sollst (kannst die Dinge nicht kontrollieren). Am Ende der Woche kommt dein Chef auf dich zu und fragt dich, was du denn da für einen Mist gemacht hast und warum das 2. Projekt immer noch nicht beendet ist (bekommst keine Anerkennung).

    Na, Lust wieder am Montag zur Arbeit zu gehen? 

    Doch wie wäre es, wenn die Woche so abläuft:
    Du kommst zur Arbeit und deine Kollegin hat Geburtstag und einen Kuchen mitgebracht. Ihr macht eine gemütliche und umfangreiche Mittagspause (schönes Erlebnis). Dein Projekt steht kurz vor der Fertigstellung. Du machst nur noch den letzten Feinschliff (kannst die Dinge kontrollieren) und reichst dein Projekt weiter. In der nächsten Dienstversammlung lobt dich dein Chef, was du da für eine großartige Leistung erbracht hast, die der Firma einen großen Schritt voranbringt (Anerkennung erhalten).

    Und? Verspürst du im 2. Beispiel etwas mehr Motivation am Montag wieder zur Arbeit zu gehen?

    Ich habe diese kleine Gedankenreise mit dir gemacht, damit du dich leichter in die Lage deines Kindes versetzen kannst. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass du nur das Beste für dein Kind möchtest, aber bei der Gestaltung der Lernsituation da eventuell noch Luft nach oben ist.

    Wie sieht die Lernsituation und Motivation deines Kindes aus?

    Stellen wir uns jetzt mal die folgende Situation vor, die öfters vorkommt, als es mir lieb ist: Luca ist gerade nach der Schule nach Hause gekommen.

    Mama Simone: „Und, hast du Hausaufgaben auf?“ 

    „Äh, ich weiß nicht, glaube schon.“: Luca 

    Mama Simone: „Na dann hol die mal raus.“ (Bedürfnis 2: Wer kontrolliert hier?)

    „Kann ich nicht erst noch ein bisschen spielen?“: Luca
    (Versuch Kontrolle zu erlangen und was Schönes zu erleben.)

    Mama Simone: „Okay, aber in einer halben Stunde fangen wir an.“ 

    Nach einer halben Stunde… Luca ist gerade in seinem Zimmer und baut eine Ritterburg aus Lego auf. Simone kommt ins Zimmer.

    Mama Simone: „So, jetzt komm. Wir müssen anfangen.“

    „Aber ich baue gerade die Burg auf.“: Luca 

    Mama Simone: „Keine Wiederrede wir müssen jetzt anfangen.“
    (Vergleich es mit: jemand stoppt die spannende Netflix-Serie und beschließt, dass du nun die verbrannten Töpfe putzt = schönes Erlebnis Ade)

    Mama Simone und Luca sitzen am Esstisch. Simone hat bereits die Hausaufgaben hingelegt.

    Mama Simone: „So, guck hier, diese Seite sollst du machen.“

    Starrt die Seite an (denk an das Verarbeitungswirrwarr im Kopf von Luca)

    Mama Simone: „Nun fang doch bitte an!“

    „Ich weiß nicht, was ich machen soll.“: Luca (kann die Dinge nicht kontrollieren)

    Mama Simone: „Das ist doch nicht schwer. Hier musst du das … hinschreiben und dann füllst du das da unten aus.“

    Luca fängt zögerlich an zu schreiben

    Mama Simone: „Nein, was machst du denn da!“ Nimmt den Radierer und radiert es wieder weg. „So geht das doch nicht.“ (keine Spur von Anerkennung)

    Luca arbeitet verunsichert und langsam weiter. Schaut immer wieder zu seiner Mama.

    Mama Simone: „Na, nun mach schon. Ist doch gar nicht so schwer.“

    … nach scheinbar endlosen 40 Minuten ist die Seite bearbeitet

    In meinem Ratgeber zeige ich dir, wie die gleiche Situation auch ganz anders laufen kann. Du kannst ihn dir hier kostenfrei herunterladen.

    Hier erfährst du, was du mit deinem Kind unbedingt zu Hause lernen solltest.

    Wie du Stress beim Hausaufgaben machen vermeidest, kannst du hier nachlesen.