Hausaufgaben 📚 ohne Stress |
Das solltest du beachten | Diana Wegel

Heute habe ich Dir eine der 9 häufigsten Fragen, die ich immer wieder von Eltern gestellt bekomme, mitgebracht.

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Wie schaffe ich es, dass mein Kind selbständig und ohne zu meckern oder das Tränen fließen, die Hausaufgaben zu machen?

Diese Frage beantworte ich dir in meinem neuen Video oder in diesem Blogpost.

Hausaufgaben sind ein Thema, das oft zu Hause zu Stress, Wutanfällen und Tränen führt. Lass uns auch hier dein Kind in den Fokus nehmen. Warum wollen die Hausaufgaben so selten reibungslos gelingen?

Entspricht die aktuelle Hausaufgabe denn wirklich der Lernentwicklungsstufe deines Kindes? 

Was ist das Problem mit manchen Hausaufgaben?

Alle Kinder in der Klasse bekommen z. B. im Arbeitsheft die Seite 29 auf. Aber entspricht diese Seite auch wirklich gerade dem Lernstand deines Kindes? Oft ist das leider nicht der Fall.

Das wäre so, als hätte ich dir 10 angebrannte Töpfe in die Küche gestellt und im Wohnzimmer schon mal Netflix angemacht. Es ist deinem Kind doch nicht zu verdenken, dass es das Spielen hier vorzieht. 


Betrachte das Arbeitsheft mal durch die Augen deines Kindes

Ich habe dir hier mal exemplarisch eine Seite aus einem Arbeitsheft mitgebracht:

Als Erwachsener schaust du in etwa so auf die Seite:
„Okay, hier sind Wörter mit -er am Wortende einzutragen und die Wörter da unten müssen richtig in die Tabelle einsortiert werden.“

Ein Kind verarbeitet diese Seite in etwa so:

  • Ach, die Figur kenne ich, wie hieß sie nochmal gleich?
  • Die hat ja was in der Hand!
  • Häh, was steht da? Teeeeller?
  • Ach so, Teller, aber da ist doch eine Schüssel? Puh…
  • Da sind Zeilen, da muss ich was schreiben!
  • Eine Schüssel?
  • Ach, das soll ein Teller sein… okay verstanden

Was die Figur sagt und was hier eigentlich die spannende Erkenntnis und der Lerngewinn ist, übersieht das Kind direkt mal


Ein Kind lernt erst im Laufe der Zeit eine Seite analytisch zu scannen. Es hat also unheimlich viele Gedankenfetzen im Kopf, wenn es diese Seite betrachtet und bearbeitet. Wenn wir nun bedenken, dass das Arbeitsgedächtnis (also der Ort, wo Informationen verarbeitet werden, bevor sie ins Langzeitgedächtnis kommen) nur eine geringe Kapazität hat, ist dieses schnell überlastet, bei dieser Anzahl an Informationen. Das eigentliche Thema (Oft wenn du ein -a am Wortende hörst, schreibst du -er) wird dabei schnell in den Hintergrund gerückt. Was glaubst du, wie viele Kinder nach einer Woche das Wort Teller schreiben würden? Teller oder Tella? 

Was Du tun kannst, um das Hausaufgaben machen für dein Kind zu erleichtern

Versuche es doch mal mit einem immer gleichen Ablauf. Lass dein Kind da auch mitentscheiden. Findet ein verbindliches Zeitfenster: entweder direkt nach der Schule oder nach einer Spiel- und Erholungspause nach einer Stunde. Haltet diese Zeit dann wirklich ein. 


Geh mit deinem Kind die Hausaufgabe durch. Helfe deinem Kind, vertraute Anknüpfungspunkte zu finden und den Gedankenwirrwarr zu entknoten. Stelle sicher, dass dein Kind mit eigenen Worten kurz und knapp erklären kann, was es zu tun hat. Du kannst dann ggf. eine Sanduhr aufstellen. Das hilft vielen Kindern, sich auf die Aufgabe zu fokussieren.

Und bitte nicht mehrere Stunden für die Hausaufgaben aufbringen. Nimm dir den folgenden Richtwert, um die Minutenanzahl, die sich dein Kind auf eine Aufgabe konzentrieren kann, auszurechnen:

Lebensalter deines Kindes * 2

Alle 9 Fragen habe ich dir in meinem Elternratgeber beantwortet, den du dir hier kostenlos herunterladen kannst.