Zeitmanagement für Grundschüler –
So einfach geht´s

Viele Eltern kennen es, manchmal kommt einfach alles zusammen: Schule, Hausaufgaben, üben für Tests oder Klassenarbeiten, hier noch ein Schulprojekt, da noch ein Hobby und noch etwas Zeit für Freunde. Im Alltag unserer Kinder müssen viele Dinge untergebracht werden. Und dabei hat der Tag nur 24 Stunden. Ohne Zeitmanagement geht schnell der Überblick verloren und kann auf Dauer zu Stress führen. 

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Ich zeige dir, wie du den Alltag für deinen Grundschüler entspannter organisieren kannst.

Warum ist Zeitmanagement wichtig? 

Heutzutage ist der Alltag unserer Kinder voll mit Dingen, die erledigt werden müssen. V. a. der Faktor Zeit setzt sie und uns dabei ziemlich unter Druck. Wenn Zeitknappheit ein Dauerzustand ist, leiden wir – und unsere Kinder irgendwann auch – unter Stress. Denn ohne Zeitmanagement geht schnell mal der Überblick verloren und wichtige Dinge werden übersehen. Mit einem guten Plan kannst du den Tag deines Kindes besser strukturieren und damit für alle entspannter gestalten. Zeitmanagement hilft dir Stress zu verringern und das Wohlbefinden aller Familienmitglieder zu steigern.

Wie kann ich den Alltag für mein Kind entspannter gestalten?

Weil die Woche nur sieben Tage und der Tag nur 24 Stunden hat, müssen wir die uns zur Verfügung stehende Zeit gut nutzen. Deshalb erstelle einen Wochenplan, indem du alle anstehenden To-Dos deines Kindes einträgst: Unterrichtszeiten, anstehende Arbeiten oder Abgabepflichten für Projekte, Hobbys, Arzttermine und Spielzeit mit Freunden. 

Gestalte die Übersicht am besten so, dass sie auch für dein Kind gut verständlich und anschaulich ist. Evtl. gestaltet ihr den Plan zusammen und überlegt euch, welche Aufgaben wichtig sind und welche weniger wichtig, welche Tätigkeiten unbedingt in der Woche unterkommen sollen und welche vielleicht aufgeschoben werden können. Achte unbedingt auch darauf, dass dein Kind Zeiten in der Woche hat, in denen keine Termine oder Aufgaben anstehen, damit auch Freiraum für Ungeplantes besteht. 

Unterschiedliche Farben helfen deinem Kind dabei, die lästigen Pflichten von den schönen Dingen zu unterscheiden. Ideal wäre es, wenn nach einer anstrengenden Einheit ein schöner Termin oder eine entspannte Tätigkeit folgt. Das motiviert dein Kind für die nicht so angenehmen Pflichtteile. Baut vielleicht auch zusätzlich ein Feld ein, damit dein Kind Erledigtes abhaken kann. Zu sehen, was es alles schon mit Erfolg gemeistert hat, tut deinem Kind sehr gut. 

Mit diesen Tipps unterstützt du dein Kind noch mehr:

Finde heraus, zu welchen Zeiten dein Kind am besten lernt und setze Hausaufgaben- bzw. Lernzeiten danach fest. 

Manche Kinder brauchen nach der Schule erstmal einen gewisse Entspannungszeit, bevor sie sich an die Aufgaben setzen können. Andere wollen lieber schnell alles erledigt haben, um sich noch mit Freunden treffen zu können.

Unangenehmes zuerst: Lass dein Kind schwierige oder unangenehme Aufgaben zuerst erledigen. Das gibt ein gutes Gefühl und der Kopf ist anschließend frei.

Lege Prioritäten fest. Filtere nicht wichtige oder aufschiebbare Aufgaben heraus und lege Wichtiges fest.

Zum Beispiel: Erst wenn die Hausaufgaben erledigt sind, kann gespielt werden. Eine halbe Stunde Übungszeit für das Instrument muss in die Woche eingebaut werden. Usw.

Plane Pufferzeiten ein. Es ist ratsam, zwischen einzelne Aufgaben und Termine Pufferzeiten einzubauen, falls Dinge länger dauern oder anderes dazwischenkommt.

Haltet Ordnung: Wenn dein Kind lernt, Dinge stets am gleichen Platz aufzubewahren oder sie dahin zurückzulegen, wird es keine unnötige Zeit mit Suchen verbringen müssen. Das ist oft ein Zeitkiller und kann zusätzlich frustrieren, bevor überhaupt mit einer Aufgabe begonnen werden konnte.

To-do-Liste morgens durchgehen: Das morgendliche Frühstück eignet sich sehr gut, um das anstehende Programm des Tages einmal kurz durchzusprechen. So wird dein Kind am Nachmittag nicht mit unangenehmen Terminen überrascht.

Evtl. ist es am Anfang etwas mühselig, jede Woche einen Plan zu erstellen. Aber besonders in sehr vollen Wochen geht ohne Zeitmanagement der Überblick schnell verloren. Es hilft, sich einen Plan zu erstellen und Wichtiges und weniger Wichtiges zu veranschaulichen. Dabei sollten Prioritäten gesetzt werden und unangenehme mit angenehmen Dingen verbunden werden. Das motiviert dein Kind und vermeidet (Lern-) Stress ganz einfach. Denke aber immer daran: ein Plan ist nicht statisch und darf gerne auch mal angepasst werden.