📃Warum deinem Kind das Lernen so schwer fĂ€llt – A wie ArbeitsblĂ€tter bearbeiten

Dein Kind hat Schwierigkeiten beim Bearbeiten von ArbeitsblĂ€ttern bzw. Arbeitsheften und du wĂŒrdest deinem Kind gern helfen, das hinzubekommen?

Schau dir mein Video an oder lies diesen Blogpost, um zu erfahren, wie es euch gelingen kann, dieses Problem zu lösen.

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Das Problem bei dem Thema sind die ArbeitsblÀtter, nicht dein Kind. So bunt und scheinbar ansprechend, wie sie gestaltet sind, so wenig entsprechen sie der Arbeitsweise des Gehirnes deines Kindes.

Wie lernt ein Mensch? 

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    Es kommt eine neue Information, wie z. B. „Bei den meisten Wörtern, bei denen man am Wortende ein „a“ hört, schreibt man „er“.“ Wie z. B. beim Wort „Teller“ oder „Tiger“.
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    Diese Information muss nun von deinem Kind verarbeitet werden. Das passiert im ArbeitsgedĂ€chtnis. 
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    Dort muss diese Information mehrmals – und das ist bei jedem Kind unterschiedlich oft – verarbeitet werden, bis die Information im LangzeitgedĂ€chtnis abgespeichert und dann bei einem Diktat oder Aufsatz selbstĂ€ndig angewendet wird. 

Welche Probleme gibt es mit ArbeitsblÀttern?

  • Problem 1

  • Problem 2

Problem 1: Warum ein Arbeitsblatt so kompliziert fĂŒr dein Kind ist

Bei der Bearbeitung eines Arbeitsblattes z. B. genau zu diesem Thema, steht dein Kind aber noch vor unheimlich vielen anderen HĂŒrden, die das ArbeitsgedĂ€chtnis deines Kindes belagern.

  • Dein Kind befindet sich in einem stĂ€ndigen Dokodierungsprozess. Dein Kind ist so mit dem Abarbeiten der Seite beschĂ€ftigt, dass der eigentliche Lerninhalt schnell zur Nebensache wird und gar nicht richtig verarbeitet werden kann.
  • Dein Kind entwickelt erst ganz langsam einen analytischen Blick, bei dem es sofort erkennt was bei einer Aufgabe zu tun ist. FĂŒr dein Kind erscheinen erstmal alle Information – egal ob oben oder ganz unten, ob Bild oder Aufgabenstellung – gleichwertig wichtig. So springen die Augen auf dem Blatt hin und her und dein Kind wird schnell frustriert sein, weil es so viele Informationen nicht in einen sinnvollen Zusammenhang bringen kann.
  • Da ist es doch viel einfacher und einige Kinder haben diese Strategie als sehr gewinnbringend abgespeichert, sich als ratlos hinzustellen und schön sich von Mama nacheinander Zeile fĂŒr Zeile entschlĂŒsseln zu lassen.  

Doch auch ich habe ein Arbeitsblatt, mit dem ich sehr gern mit Kindern arbeite

Es ist ein weißes Blatt. Denn all das, was das Kind da produziert, entspricht 1 zu 1 dem Lernstand des Kindes und knĂŒpft genau dort an. 

Ein entsprechendes Arbeitsauftrag könnte in etwa so lauten:

„Schreibe Wörter auf, wo du am Wortende ein „a“ hörst. Schreibt man da auch wirklich immer ein „a“?“

Bei einer solchen Formulierung kann das Kind selbst den Themenstand erforschen und so viel besser im LangzeitgedĂ€chtnis abspeichern.

Zusammenfassung

ArbeitsblĂ€tter und Arbeitshefte haben einen sehr geringen Lerneffekt.

Wenn du willst, dass dein Kind ein Thema wirklich versteht, nutze ein weißes Arbeitsblatt oder ĂŒbe mit deinem Kind mĂŒndlich. So klappt es auch gleichzeitig mit der Motivation viel besser und die Lernerfolge werden nicht lange auf sich warten lassen. 

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