Motivation zum Lernen | 4 einfache Tipps gegen Schulfrust

Dein Kind geht nicht gern zur Schule? Morgens musst du diskutieren oder dein Kind erstmal überzeugen, aufzustehen oder sich fertig zu machen? Fehlt deinem Kind der Antrieb und die Freude am Lernen? 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dann möchte ich dir heute ein paar Ansätze zeigen, wie du bei deinem Kind den Schulfrust abbaust und hilfst, sich für die Schule zu begeistern. Ich zeige dir in dem Video und in diesem Blogpost, wie du die Motivation deines Kindes steigern kannst. 

Der eigene Antrieb ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg – nicht nur im Kindergarten oder in der Grundschule, sondern in allen Lebensphasen und auch in sämtlichen Lebensbereichen. Es gibt viele Studien, die das zeigen: Wenn Schüler motiviert sind und Themen begreifen wollen, werden sie auch besser darin – und zwar ganz unabhängig von ihrer Intelligenz. 

Genau deshalb ist es sehr wichtig, frühzeitig die eigene Motivation deines Kindes hervorzukitzeln und dafür zu sorgen, dass sie erhalten bleibt. Aber wie kannst du denn dein Kind zum Lernen motivieren?  

Zuerst ist es wichtig, herauszufinden, warum deinem Kind die Motivation fehlt.

Erkennen, weshalb die Motivation fehlt

Es kann drei verschiedene Gründe haben, weshalb dein Kind unmotiviert ist:

  1. 1
    Dein Kind ist unterfordert und langweilt sich.
  2. 2
    Dein Kind ist überfordert.
  3. 3
    Dein Kind sieht keinen Sinn im Lernen.

In jedem der drei Fälle braucht dein Kind unterschiedliche Hilfestellungen: 

  • Unterfordertes Kind

  • überfordertes kind

  • kein sinn im lernen

Ein unterfordertes Kind muss mehr gefordert werden. In diesem Fall können Lehrer oder Lehrerinnen gute Ansprechpartner sein, um die Lernziele und Lernstrukturen für dein Kind anzupassen und deinem Kind neue Reize zu schaffen. 

Aber es gibt noch weiter Dinge, die du beachten und zu Hause umsetzten kannst, um dein Kind zu motivieren. Hier kommen meine vier Anregungen für dich:

4 einfache Tipps gegen Schulfrust

1. Neugier nutzen und Hobbys fördern

Wie Du vielleicht aus meinem Beitrag zum Lesen lernen weißt, kannst du dein Kind durch Themen, Figuren und Geschichten motivieren, für die es sich eh schon interessiert. Wenn es also zum Beispiel um fehlende Motivation beim Lesen lernen geht, suche Bücher und Texte passend zu den Interessen deines Kindes aus, da kommt die Neugier von ganz allein.  

Auch Hobbys können dein Kind dabei unterstützen, Ausdauer und Durchhaltevermögen zu trainieren und dabei die Motivation nicht zu verlieren. Denn egal ob Fussball, reiten, tanzen, basteln oder Klavier spielen: durch ständiges Üben und Trainieren lernt Dein Kind, dass es eine gewisse Zeit braucht, um zu kleinen und großen Erfolgen zu gelangen. Und es merkt: Manchmal müssen hierbei auch Durststrecken überwunden werden. Hilf deinem Kind seine Talente und Interessen zu finden, fördere sie und gib ihm Zeit und Raum sich auszuprobieren.  

Unterstütze dein Kind auch bei verrückten oder ungewöhnlichen Ideen und Experimenten. Diese zeigen, dass dein Kind wissbegierig und lernwillig ist. Das solltest du fördern, auch wenn am Ende vielleicht ein großes Chaos herrscht oder viel aufgeräumt und saubergemacht werden muss. Nur wer Dinge ausprobieren und ausleben kann, lernt seine eigenen Interessen kennen. Die eigenen Interessen sind die größte Motivation.

Vergiss aber nicht: Dein Kind muss nicht in allen Bereichen interessiert, hochmotiviert und gut sein. Es ist völlig normal, dass nicht für jedes Thema Interesse geweckt werden kann. Das geht uns Erwachsenen ja schließlich auch so. 

2. Gemeinsam mit Dingen beschäftigen

Selbstverständlich ist es toll, wenn dein Kind selbständig ist und Aufgaben allein löst. Aber: gemeinsam macht es deinem Kind mehr Spaß. Und Spaß ist Motivation! Du wirst sehen: mit Deiner Hilfe kann dein Kind gezielter üben und ist schneller fertig. Am Ende stehen weniger Frustration und mehr Erfolgserlebnisse.

Gemeinsames Lernen hat noch einen Vorteil: Du kannst frühzeitig Lernschwächen oder Defizite erkennen. Wenn es nötig wird, kannst du zusätzlich erklären und Fragen auffangen. Aber: Biete deine Hilfe nicht vorschnell an. Lass dein Kind zunächst selbst überlegen und hilf erst, wenn es schwierig wird. Es ist für dein Kind sehr motivierend, wenn es die richtige Lösung selbst findet. Beachtet unbedingt, dass auch Pausen wichtig und notwendig sind. 

Wenn ihr euch gemeinsam mit einem Thema beschäftigen wollt, nutzt doch vielleicht auch mal alternative Lernmittel: Es gibt heutzutage zahlreiche spannende Reportagen, Hörspiele, Lernplattformen oder Apps zu allen möglichen Themen, die ihr euch zusammen ansehen oder anhören könnt. Oder wechselt den Ort und macht Ausflüge: Es gibt viele Einrichtungen wie Museen, Sternwarten oder ähnliches, in denen Wissen großartig vermittelt wird und in denen dein Kind mit viel Spaß und Freude lernt. 

3. Anerkennung & Lob

Jedes Kind will geschätzt werden. Kinder brauchen positive Worte und die Anerkennung, v. a. von den eigenen Eltern für ihre erfolgreiche Entwicklung. Deshalb lobe dein Kind so oft es geht, nicht nur für seine Ergebnisse, sondern auch für seinen Weg. Zum Beispiel:

  • wenn es kreative Einfälle hat
  • wenn es sich besonders viel Mühe gegeben hat
  • wenn es allein auf eine Lösung gekommen istwenn es sich für etwas besonders engagiert hat
  • wenn es durchgehalten und Ausdauer gezeigt hat
  • wenn es rechtzeitig an etwas gedacht hat oder pünktlich ist
  • wenn es kleine und große Erfolge gemeistert hat

Dein Kind merkt so, dass es den Erfolg selbst in der Hand hat und dass es sich lohnt, nicht gleich aufzugeben. Außerdem verdeutlichst du ihm seine Stärken und sorgst für Erfolgserlebnisse zu Hause. Das motiviert dein Kind sehr, steigert sein Selbstvertrauen und bringt ihm Wertschätzung, die ihm vielleicht in der Schule fehlen. 

Sage deinem Kind auch einfach mal so, dass du stolz auf dein Kind bist und es genau so liebst, wie es ist.

4. Anreise schaffen

Manche Kinder brauchen Anreize zum Lernen. Überlege dir, was deinem Kind gefallen könnte, was es motiviert – das kann ganz unterschiedlich sein. 

Für dein Kind kann es zum Beispiel auch schon ein Anreiz sein, wenn du seinen Fortschritt auf seine Übung zurückführst. Es motiviert dein Kind, wenn es das Gefühl hat, durch sein eigenes Verhalten etwas bewirkt zu haben. Das kannst du deinem Kind nicht oft genug sagen. So bekommt es das Gefühl: Was ich tue, bringt etwas.

Wenn dein Kind gern sammelt, könnte es als Anreiz nach jeder Lerneinheit Sticker, Punkte, Karten, Steine oder ähnliches erhalten. Hier bieten sich auch Listen, Alben, Boxen oder Gläser an, in denen die Fortschritte dokumentiert und visualisiertwerden können. Sei ruhig großzügig und belohne auch kleine Schritte und Anstrengungen, nicht nur das Ergebnis. 

Wenn dein Kind einen besonders großen Lernerfolg hatte und ihr gemeinsam einen großen Abschnitt gemeistert habt, unternehmt doch etwas Schönes zusammen, geht ein Eis essen, macht einen Ausflug und zelebriert den Erfolg deines Kindes zusammen. Ihr könnt das auch gemeinsam im Vorhinein vorbereiten: Malt einen Weg mit bspw. zehn Lernkästchen und am Ende ein Haus. Die Lernkästchen stehen für die einzelnen Lerneinheiten, die dein Kind nach jeder Einheit abhaken kann. Im Haus formuliert ihr das Ereignis oder den Ausflug, den ihr unternehmen wollt, wenn der Weg gemeistert ist.

Das waren meine vier Tipps für dich, wie du dein Kind besser motivieren kannst, den Schulalltag zu meistern und wie du ihm mehr Freude beim Lernen gibst. Ich fasse noch einmal für dich das Wichtigste zusammen: 

Wenn du herausgefunden hast, warum dein Kind unmotiviert ist, helfen dir diese vier einfachen Schritte:

  • Nutze die natürliche Neugier deines Kindes, indem du seine Interessen und Hobbys beachtest und förderst.
  • Nehmt euch gemeinsam Zeit, euch mit Dingen zu beschäftigen
  • Zeige deinem Kind regelmäßig deine Wertschätzung und lobe viel und häufig, nicht nur die Ergebnisse, sondern die Anstrengung deines Kindes.
  • Fördere die Motivation deines Kindes, indem du Anreize schaffst.