Wenn dein Kind ständig jammert

Dein Kind ist ständig und wegen jeder Kleinigkeit am Nörgeln und Meckern?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hier und in meinem neuen Youtube-Video findest du Tipps, die dir helfen, wenn dein Kind ständig jammert.

Als dein Kind noch kleiner war, hat es sicher öfters gejammert. Entweder weil es nicht das Überraschungsei bekommen hat, müde war aber nicht ins Bett wollte oder weil der beste Freund einfach den Buddeleimer genommen hat. Besonders verstärkt war das jammernde Verhalten, wenn dein Kind gerade einen Entwicklungssprung hatte.

Doch ist dieses Jammern als Schulkind noch normal?  

Ja, auch als Schulkind ist das Jammern noch normal. Wann hat dein Kind das letzte Mal gejammert? Versuche dir doch mal die Situation in Erinnerung zu rufen. 

Welche möglichen Gründe gibt es für das Jammern?

Grund1

Dein Kind hat Hunger, Durst oder ist müde

Oft können die Kinder diese Gefühle noch nicht so gut interpretieren und entsprechend darauf reagieren. Wie z. B. „Mama, ich würde gern erstmal kurz hinlegen und danach können wir Hausaufgaben machen.“

Viele Kinder werden eher aufgedreht und gereizt, wenn diese Grundbedürfnisse nicht gestillt sind.

grund 2

Dein Kind ist überfordert

Für manche Kinder ist das Jammern eine Art Ausflucht, wenn die Aufgabe zu schwer ist. Sie haben sich – oft unbewusst - angewöhnt, wenn ich stöhne und über die Aufgabe jammere, hilft mir Mama viel mehr dabei und es ist für mich dann einfacher. 

Vielleicht ist das auch in deiner ausgedachten Situation der Fall gewesen.

grund 3

Deinem Kind ist langweilig

Viele Kinder jammern aus Langweile. Sie wissen nicht, was sie machen sollen. Es wurde scheinbar schon alles gespielt und ausprobiert und jeder Vorschlag wird direkt abgeschmettert.  

Grund 4

Dein Kind wird aus einer Situation gerissen

Vielleicht neigt dein Kind auch zum Jammern, wenn es aus einer schönen Situation herausgerissen wird, weil es z. B. Abendbrot gibt oder ihr nach Hause müsst, dein Kind aber gerade so schön gespielt hat.  Hast du vielleicht einen Grund entlarvt, der bei deinem Kind öfters zum Jammern führt?

Doch was kannst du machen, um das Jammern in Zukunft zu reduzieren?

  1. 1
    Bei meiner Tochter ist die Müdigkeit tatsächlich ein sehr häufiger Grund, der zum Jammern führt. Da ist dann ganz schnell alles viel zu schwer und zu anstrengend. Insbesondere nach einem Schultag ist das der Fall. Hinlegen möchte sie sich dann meistens nicht, weil sie eigentlich viel zu aufgedreht dafür ist. Ich vereinbare dann mit ihr, dass sie sich wenigstens 5 Minuten auf die Couch legen soll. Danach kann sie dann gern wieder aufstehen. Das schafft sie dann jedoch selten, weil sie schnell eingeschlafen ist. 
  2. 2
    Wenn dein Kind dazu neigt, zu jammern, wenn es ein Spiel beenden soll, kannst du dem Vorbeugen, indem du das Ende entsprechend vorher ankündigst. „Du kannst jetzt noch 10 Minuten spielen und dann …“ Oft hilft es auch, wenn das Kind bei der Folgetätigkeit etwas mitbestimmen oder mitmachen kann. Du kannst auch mit deinem Kind am Ende noch zusammenspielen und gemeinsam das Spielzeug zu Bett bringen. 
  3. 3
    Neigt dein Kind dazu, aus Langeweile zu jammern, könntest du vielleicht neue Spielanreize schaffen. Ich habe z. B. mal meiner Tochter eine kleine Barbie-Welt aufgebaut oder mit kleinen Impulsen hat meine Tochter ein kleines Theaterstück samt Bühnenbild entwickelt. 

Wenn du dem Jammern gern ein Ende machen möchtest, oder es zumindest reduzieren willst (denn ganz ehrlich, manchmal muss jammern auch einfach sein), sprich mit deinem Kind zu einem günstigen Zeitpunkt darüber. Hilf deinem Kind zu fühlen, warum es unzufrieden ist und sucht gemeinsam aktiv nach einer Lösung. Leite dein Kind an, beim nächsten Mal aktiv einen Weg da raus zu finden. 

Und wenn dein Kind das nächste Mal jammert, nimm dein Kind in den Arm und zeige dein Verständnis. Gib deinem Kind Ruhe und höre zu.  

Lass uns abschließend festhalten

  • Probiere auch du in Zukunft mal genau den Grund für das Jammern zu identifizieren.
  • Ist dein Kind hungrig oder müde, ist dein Kind überfordert, ist deinem Kind langweilig oder wird es aus dem Spiel gerissen. Ermittle genau den Grund und dann gehe vorbeugend in einer ähnlichen Situation genau darauf ein.
  • So kannst du deinem Kind helfen, aus dem Jammern herauszukommen oder es gleich im Vorfeld vorbeugen.
  • Halte dich mit Äußerungen der Art „Ständig musst du jammern.“ zurück, denn das bestärkt dein Kind in diesem Verhalten. Sage vielmehr etwas wie „So kenn ich dich gar nicht. Kann ich dir irgendwie helfen?“. Nicht du bist für die Unzufriedenheit deines Kindes verantwortlich, aber du kannst dein Kind anleiten, einen Weg da raus zu finden.