So wird dein Kind flüssiger lesen 📕 |
Lesen lerne
n leicht gemacht

Heute geht es wieder um eine der 9 häufigsten Fragen, die ich immer wieder von Eltern gestellt bekomme:  


Wie schaffe ich es, dass mein Kind flüssiger liest?


Die Antwort auf die Frage findest Du in diesem Blogpost oder in meinem neuen Video.

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Zur Beantwortung dieser Frage möchte ich direkt mit einer Gegenfrage starten:

Bei welcher Leseentwicklungsstufe steht dein Kind aktuell?

Hast du Schwierigkeiten, das genau einzuschätzen? Damit bist du nicht allein. Du solltest wissen, dass dein Kind Meilenstein für Meilenstein das Lesen lernt. Es ist ganz wichtig, dass dein Kind genau den „Lesestoff“ bekommt, der genau der Leselernentwicklungsstufe deines Kindes entspricht.


Wie lernt mein Kind lesen?

  • Dein Kind lernt zunächst einfache Silben (z.B. mo, wa, lu) zu lesen und aus diesen Worten (Mama, Lama, da, Rose) zu bilden
  • Mit zunehmender Sicherheit werden die einzelnen Silben immer komplexer: Dein Kind lernt die Umlaute (ä, ö, ü) sowie Zwielaute (au, ei) kennen und sicher zu lesen
  • Dann geht es mit den Konsonantenhäufungen (br, pfl, kl)

Soweit zur Theorie. Du kannst dir das so vorstellen: du willst einen Text lesen und immer wieder zwischendrin stehen da japanische Schriftzeichen, die du nicht kennst und es unheimlich schwer bis gar unmöglich machen, diesen Text zu lesen.

Deshalb ist es so wichtig, dass dein Kind genau das Lesematerial zur Hand hat, was genau der Lernstufe deines Kindes entspricht. Das Problem dabei? Nimm dir irgendein Lesebuch aus dem Regal deines Kindes und schlage nur mal die erste Seite auf. Nimm auch gern ein Buch dafür, wo auf dem Deckblatt „Lesestufe 1“ steht. Du wirst mit Sicherheit sehr schnell feststellen, dass die Wörter nicht schrittweise immer schwerer werden. Bereits auf der 1. Seite wirst du Wörter mit z.B. Zwielauten und Konsonantenhäufungen finden. Aber hat dein Kind denn überhaupt schon gelernt, solche Silben einzeln sicher zu erlesen? Das braucht Training.

Du kannst das wunderbar mit einem Silbenteppich üben:

Davon findest du ziemlich viele in meinem Virtuellen Klassenzimmer. Immer so gestaltet, dass es der Lesestufe deines Kindes entspricht. Lesen muss nicht anstrengend sein, wenn dein Kind das richtige Lesematerial bekommt und das kontinuierlich solange üben kann, bis es das automatisiert hat und die einzelnen Bausteine (Silben) mit Leichtigkeit erschließen kann.


Was ist, wenn mein Kind noch nicht flüssig lesen kann?

Wenn dein Kind noch nicht flüssig liest, kannst du auch mal überprüfen, ob es noch Buchstabenbilder gibt, die dein Kind nicht in den richtigen Laut übersetzen kann. Ganz wichtig finde ich dabei, dass dir der Unterschied zwischen Buchstabe und Laut vertraut ist.

Einen Buchstaben, wie z. B. das „K“ kann ich einmal so aussprechen, wie er im Alphabet klingt. Dann ist es ein „Ka“. Ich kann das „K“ aber auch so aussprechen, wie es in einem Wort klingt, wie z. B. in dem Wort Kerze. Da hörst du vorne ein „K“. Das ist der Laut. Den muss dein Kind sicher benennen können. Das Lesen fällt deinem Kind sonst unnötig schwer, weil wenn es das Wort Kerze sieht und das „K“ ausschließlich als „Ka“ kennt, führt „Kaerze“ hier für dein Kind nicht zum Erfolg.

Wenn dein Kind das Lesen also noch lernt, achte auch du darauf, dass du eher den Laut „K“ benennst, statt den Buchstaben „Ka“ zu sagen. Jetzt kannst du mal überprüfen, ob dein Kind alle Buchstaben sicher in die dazugehörigen Laute übersetzen kann. Vielleicht findest du da den ein oder anderen Laut, bei dem dein Kind noch unsicher ist. Wenn dein Kind diese sicher beherrscht, dann wird das Lesen auch flüssiger werden.

Du bist dir sicher, dass dein Kind alle Laute sicher erkennt und auch eigentlich alles lesen kann, nur flüssig ist es leider noch nicht? Das ist normal. Schau mal, was dein Kind in so kurzer Zeit erreicht hat. Es ist ganz einfach, Lesen lernt man durch Lesen.

Es gilt kontinuierlich dabei zu bleiben. Meine Empfehlung ist es, verbindliche Zeitfenster zu schaffen. Schafft ein Leseritual. Vielleicht einen Zeitpunkt, indem die ganze Familie sich ein Buch zur Hand nimmt. Oder baut euch eine gemütliche Lesehöhle, in die ihr euch am Abend zurück zieht.

Der Leseroboter - mehr Leichtigkeit beim Lesen

Habt ihr schon mal den Leseroboter ausprobiert? Der ist ziemlich super, um mehr Leichtigkeit ins Lesen zu bringen.

Dabei liest dein Kind und hält dabei deine Hand. Immer wenn ein Wort kommt, was auch nur ein bisschen schwer aussieht, kann dein Kind deine Hand drücken. In diesem Moment liest du das nächste Wort vor. Dann macht dein Kind weiter. So kommt mehr Flüssigkeit ins Lesen und es ist für dein Kind nicht anstrengend. Der positive Nebeneffekt ist dabei, dass Sätze von dir in der Art „Nun schau mal genau hin.“ oder „Nein, das steht da doch gar nicht.“ deutlich reduziert werden.

fluessig lesen lernen

An der Stelle, an der dein Kind eigentlich alles lesen kann, es aber noch nicht so flüssig ist, wechselt der Fokus auf das betonte und leise lesen sowie darauf, ob sich dein Kind auch den Inhalt vom Lesen erschließen kann. Weiß dein Kind am Ende eines Buches auch, um was es da ging und was passiert ist? Denn das ist doch eigentlich der Grund, warum wir überhaupt lesen. Wir wollen uns einen Inhalt erschließen. 

Erwarte nicht, dass dein Kind, jetzt wo es ja lesen kann, alles alleine liest. Dein Kind liebt es mit Sicherheit nach wie vor, wenn es einfach deinen Worten lauschen kann. Vergiss also nicht das Vorlesen. Ihr könnt euch die Geschichte auch aufteilen. Ich habe das zu diesem Zeitpunkt mit meiner Tochter so gemacht, dass sie immer die Seitenzahlen mit 0 und 5 hinten gelesen hat und ich den Rest. 

Alle 9 Fragen habe ich dir in meinem Elternratgeber beantwortet, den du dir hier kostenlos herunterladen kannst.