Carolin Habekost: Mehr Ruhe und Struktur im Familienalltag
Schule, Hausaufgaben, Elternbriefe, Termine, Sportzeug, Geburtstage, Job und Haushalt – gerade im Grundschulalter wird der Familienalltag schnell ziemlich voll. Und häufig sind es vor allem die Mütter, die dabei nicht nur die sichtbaren Aufgaben erledigen, sondern gleichzeitig unzählige Dinge im Kopf behalten.
Genau mit diesem sogenannten Mental Load beschäftigt sich Carolin Habekost. Sie ist Agile Coach, systemischer Coach, Vereinbarkeitsmentorin, Autorin und dreifache Mutter. Ihr Schwerpunkt liegt auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Selbstmanagement, Familienorganisation und der Frage, wie sich der Alltag leichter und mit weniger Druck gestalten lässt.
Carolin bringt dabei eine besondere Perspektive mit: Sie kommt ursprünglich aus der agilen Arbeitswelt und überträgt Methoden und Denkweisen aus diesem Bereich auf den Familienalltag. Ihr Ansatz: Gute Organisation muss nicht bedeuten, noch mehr Listen, Regeln und Aufgaben zu schaffen. Vielmehr geht es darum, den Kopf zu entlasten, Prioritäten zu setzen und Verantwortung innerhalb der Familie sinnvoll zu verteilen.
In ihrem Buch „Die Kopf-frei-Methode – Mehr schaffen, weniger tun“, das 2024 im Kösel Verlag erschienen ist, zeigt sie, wie Menschen, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren, mehr Überblick gewinnen und aus dem Gefühl des permanenten Funktionierens herauskommen können.
Auch in ihrem Podcast „Finde dein Mama-Konzept“ beschäftigt sich Carolin mit Mental Load, Familienorganisation, Selbstmanagement und der Frage, wie berufstätige Mütter ihren ganz persönlichen Weg zu mehr Vereinbarkeit und Lebensfreude finden können.
In diesem Interview sprechen wir darüber, warum der Kopf vieler Eltern im Familienalltag niemals wirklich Pause zu machen scheint, wie die Kopf-frei-Methode dabei helfen kann und welche einfachen Strukturen im Alltag für mehr Entlastung sorgen können.
Dabei geht es ganz konkret um Morgenroutinen, Hausaufgaben, Wochenplanung und die Frage, wie Kinder altersgerecht mehr Verantwortung übernehmen können. Außerdem sprechen wir darüber, warum es so schwer sein kann, Verantwortung wirklich abzugeben – und wie Familien aus dem Kreislauf aus „Ich muss an alles denken“ und „Dann mache ich es lieber selbst“ herauskommen können.
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