Dein Kind hat kein Selbstvertrauen?
Das kannst du tun

Mein Kind hat kein Selbstvertrauen. Es gibt schnell auf, sagt oft sogar, dass es zu dumm sei und traut sich kaum etwas zu

Das hat mir neulich eine Mutter erzählt. Ihre Geschichte möchte ich gerne in diesem Video oder Blogpost mit dir teilen.

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Mein Kind gibt schnell auf und traut sich nichts zu 

Sind Hausaufgaben zu machen, bemüht sich das Kind überhaupt nicht richtig. Kaum hat es eine Seite aufgeschlagen, guckt es sich gar nicht richtig die Aufgaben an, sondern fragt gleich um Hilfe.

Immer, wenn ein Test in der Schule ansteht, ist das Kind schon morgens betrübt und fürchtet sich vor dem Test.

Fällt das Ergebnis nicht wie gewünscht aus, kommt das Kind nach Hause und sagt so etwas wie: „Habe ich doch gewusst. Ich bin kann einfach kein Mathe“.

Dabei wünscht sich die Mutter so sehr, dass ihr Kind mit Selbstvertrauen an die Aufgabe gehen würde. Ihr ist es gar nicht so wichtig, dass ihr Kind überall Bestleistungen vollbringt, aber sie wünscht sich so sehr, dass ihr Kind es wenigstens versucht und nicht gleich vorher schon aufgibt.

Wie ich meinem Kind half

Die Mutter selbst war früher auch nicht gut in Mathe. Für sie war es eine logische Konsequenz, einfach mehr mit ihrem Kind üben zu müssen. Sie hat einige Arbeitshefte gekauft und gemeinsam mit ihrem Kind ausgehandelt, 30 Minuten jeden Tag darin zu üben. Als Belohnung konnte ihr Kind danach die Lieblingsserie im Fernsehen schauen.

Dieses Versprechen hat Motivation beim Kind gebracht und es hat sich brav 30 Minuten durch die Aufgaben gequält.

Nur leider zeigte diese zusätzliche Übungszeit keinen Erfolg beim nächsten Rechentest. Das Kind war unzufrieden und beharrte darauf, dass es das ja schon vorher gewusst hätte und nicht mehr rechnen will. Es gibt ja sowieso einen Taschenrechner. 

Wenn du dir mein Video „Warum Arbeitsblätter nichts bringen“ angesehen hast, dann weißt du jetzt schon ganz genau, warum diese Strategie keinen Erfolg bringen konnte.

Die Ursache für das mangelnde Selbstvertrauen

Aber das Kind hat noch ein weiteres großes Problem. Damit ein Kind mehr Selbstvertrauen erlangt, müssen wir uns genau anschauen, was es als Ursache für das Scheitern sieht und dort ansetzen.

Das war auch so ziemlich genau der Zeitpunkt, als die Mutter eines meiner YT-Videos entdeckt hat und daraufhin das mit dem Virtuellen Klassenzimmer mal probiert hat. Die Förderung des Selbstvertrauens nimmt da einen ziemlich großen Bereich ein.

Mittlerweile hat das Kind die Blockade gelöst, dass es kein Mathe kann. Das Kind hat mehr Selbstvertrauen und gibt sich Mühe, wenn es vor einer schwierigen Aufgabe steht. Es weiß nun, dass es viel aus eigener Anstrengung heraus schaffen kann. Besonders gefreut hat sich die Mutter für ihre Tochter, also diese im Mathetest eine 2 geschrieben hat. 

Und wie die Mutter das geschafft hat, das möchte ich dir hier gern verraten. Es gibt nämlich verschiedene Gründe, die wir für unsere Misserfolge verantwortlich machen können. Das Kind der Mutter hat gesagt, dass es kein Mathe kann. Sie hat den Grund bei sich gesucht und dieser Grund ist nicht veränderbar. So bin ich halt.

Hier möchte ich dich einladen, einmal genau auf die Worte deines Kindes zu achten. Wo sieht dein Kind den Grund.

Manche Kinder sagen „Ich konnte in der Schule die Aufgaben nicht schaffen, die anderen waren viel zu laut“. Hier sieht das Kind den Grund in äußeren Faktoren, die es nicht beeinflussen kann. 

Das Ziel ist es, dass Kind dazu zu bringen, den Grund bei sich zu suchen und auf eine veränderbare Ursache zurückzuführen. 

Das Kind muss verinnerlichen, dass es das Problem aus eigener Anstrengung heraus lösen kann. Dabei müssen wir unserem Kind helfen, Probleme aus eigener Kraft heraus zu lösen. 

Das ist nicht mal eben so gemacht. Aber es ist auch nicht schwer. Auf die Worte kommt es an. Da das so wichtig ist, habe ich diesem Thema einen extra Bereich in meinem Virtuellen Klassenzimmer gewidmet. Es ist das Fundament, mit dem erfolgreiches Lernen überhaupt erst möglich ist.