Kind Lesen beibringen

Wie kann ich meinem Kind Lesen beibringen?

Jedes Kind lernt Lesen.

Manch einem Kind fällt das Lesen leicht; es kann bereits im Kindergarten die ersten Worte erlesen. 

Anderen Kindern fällt das Lesenlernen unheimlich schwer und es ist ein mühsamer Prozess. 

Einige Kinder finden einen sehr leichten Zugang zu den Schriftzeichen, andere tun sich damit unheimlich schwer. Wie du deinem Kind Lesen beibringen kannst, erfährst du hier.

Welcher Entwicklungszyklus ist hier „normal“ und in welchen Fällen sollte man genauer hinschauen? 

Wie gehe ich als Elternteil damit um, wenn mein Kind wenig Interesse am Lesen zeigt und es ihm auch noch sehr schwerfällt?

Auf diese und weitere Fragen soll folgend eine Antwort gegeben werden.

Wie funktioniert das überhaupt mit dem Lesenlernen?

Jedes Kind hat sprechen gelernt. Dabei wird ein gesprochenes Wort mit einem bestimmten Gegenstand, einer Handlung oder etwas anderem in Verbindung gebracht. Bei dem Wort Banane denkt man an das gelbe, krumme, süße Obst. „Ich will eine Banane.“, bedeutet, dass dein Kind jetzt eine Banane essen möchte.

Mit Hilfe der Sprache – den Worten - konnte sich dein Kind über mehrere Jahre verständigen und seine Umwelt wahrnehmen. Nun lernt dein Kind schrittweise, dass man diese gesprochene Sprache auch in der geschriebenen Sprache (Schriftsprache) in Form eines Wortbildes darstellen kann.

Häufig vollzieht sich die erste bewusste Wahrnehmung beim Schriftbild des eigenen Namens. Dein Kind wird dabei, neben dem bereits bekannten und vertrauten Prozess des Sprechens, vor eine neue Herausforderung gestellt. 

Da sieht eine Banane plötzlich nicht mehr nur gelb und krumm aus, sondern auch plötzlich noch so: BANANE. Dein Kind versteht, dass es auch möglich ist, bereits ganz vertraute Alltagsgegenstände und Handlungen in einer anderen Form – der geschriebenen – zum Ausdruck zu bringen.

Das geht natürlich nicht über Nacht. Dieser Prozess braucht Zeit und deine Geduld

wie kann ein kind lesen lernen

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Deinem Kind Lesen beibringen - Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg

Diese Geduld ist manchmal schwer aufzubringen. Doch für dein Kind ist es ganz wichtig, dass du an den Entwicklungsprozess glaubst und auch den ein oder anderen Rückschritt in Kauf nimmst, ohne die Geduld zu verlieren.

Wie genau du dabei vorgehen solltest, das erfährst du weiter unten.

Mia und Mika

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Wie ein kleines Mädchen Lesen lernte und was du daraus lernen kannst

Ich möchte dir von einem kleinen Mädchen erzählen. Sie ist 7 Jahre alt und geht seit gut zwei Monaten in die Schule. Das macht ihr soweit auch viel Spaß. Besonders die Fächer Kunst und Mathe mag sie sehr gerne. 

Beim Lesen sieht das ganz anders aus.

Eine typische Deutschstunde: Alle Kinder haben die Fibel auf der Seite 16 aufgeschlagen. Die Lehrerin steht vorne und nimmt nacheinander Kinder dran, die zwei bis drei der nächsten Wörter vorlesen sollen. Die Kinder gehen Wort für Wort mit dem Finger mit.

„Toll gemacht, Tobias. Frank, mach bitte weiter.“ Das kleine Mädchen sitzt da und denkt: Hoffentlich komm ich nicht dran. Ich bekomme das nie und nimmer so gut hin wie die anderen. 

Ihr fällt das Lesen sehr schwer. Sie kennt zwar schon viele einzelne Laute, aber das Zusammenschwingen zu Silben und dann zu ganzen Wörtern ist für sie ein sehr mühsamer Prozess.

Wenn die Eltern plötzlich in der Pflicht sind

Das hat auch die Lehrerin schon gemerkt und das in einem Elterngespräch der Mama mitgeteilt. Sie solle doch auch zu Hause mit ihrem Kind Lesen üben. Das Kind müsse einfach mehr trainieren. Die Mama ist die Woche über immer allein mit den Kindern – das Mädchen hat noch zwei ältere Schwestern - zu Hause. Der Vater arbeitet auf Montage, ist also unter der Woche immer irgendwo in Deutschland unterwegs.  

Den Schwestern ist das Lesenlernen doch ganz leicht gefallen, denkt sich die Mutter. Warum wällt das meiner jüngsten Tochter so schwer? Aber sie hat unter der Woche – wenn der Papa nicht zu Hause ist – kaum Zeit, sich darum zu kümmern. Also übernimmt das der Vater, wenn er am Freitag von der Arbeit nach Hause kommt.

Geschafft ist er. Anstrengend war die Woche für ihn. Die Mutter erzählt ihm gleich vom Gespräch mit der Lehrerin. Der Vater ruft die Treppe nach oben. „Komm mal mit deiner Fibel runter.“

Gemeinsam sitzen Kind und Vater im Wohnzimmer. Der Vater auf dem Sessel und das Kind auf dem Hocker daneben. Wort für Wort sind beide die aktuelle Übungsseite durchgegangen. Das Mädchen versucht, die Wörter nacheinander zu erlesen, der Papa sitzt mit einer Mischung aus nickend und stöhnend daneben.

Wollte es bei einem Wort mal nicht klappen, hat er es ziemlich schnell vorgesprochen, es gab ja auch noch anderes zu erledigen, als jetzt hier zu lesen. Als das Mädchen sich auch beim 3x das Wort „und“ nicht merken konnte, hatte der Vater dafür wenig Verständnis. „Das war doch nun schon ganz oft. Das musst du dir doch merken.“ Klappte aber nicht.

Nach 10 bis 15 Minuten waren beide befreit von dieser Prozedur. Bis zum nächsten Mal. 

Wie es mir dabei ergangen ist

Glaubst du, das Mädchen hat sich auf diese gemeinsamen Lesezeiten mit dem Papa gefreut

Nein, das habe ich nicht. Denn ich bin dieses Mädchen. So war es früher bei mir, als ich Lesen gelernt habe, oder anders als ich Lesen lernen musste. Ich hatte ständig das Gefühl, es nicht zu können und dass die anderen viel besser darin waren. Dass nur mir das so schwer fällt. 

Dieses Gefühl hielt bei mir lange Zeit an. Ich hatte lange den Eindruck, nicht so schnell lesen zu können wie die anderen und dieses Gefühl entwickelte sich bei mir dazu, dass ich einfach keine Lust zum Lesen hatte. Wo meine Freundinnen ein Pferdebuch nach dem anderen gelesen und getauscht hatten, hatte auch ich so ein Buch zu Hause, aber es stand mehr als Dekorationsobjekt im Regal, an dem ich so oft ohne Interesse vorbeilief. Beim Lesen in eine andere Welt abtauchen - für mich damals nicht vorstellbar. 

Mich hat der Leselernprozess nachhaltig geprägt - nur leider nicht zum Positiven. Du kannst das anders machen bei deinem Kind.

Was da schief gelaufen ist

Heute weiß ich, woran es lag. Alle haben sich im Gleichschritt durch diese Fibel gearbeitet. In jeder Woche eine Doppelseite. Ein neuer Buchstabe wird eingeführt und dann neue Wörter Lesen geübt mit diesem Buchstaben. Am Ende der Woche konnten alle Kinder die Wörter lesen und in der nächsten Woche kam ein neuer Buchstabe mit neuen Lernwörtern hinzu. 

Nur funktioniert ein Kind leider so nicht und das Lesen ausschließlich auf diese Weise zu lernen, wird den Kindern mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen nicht gerecht.

Dabei stehen zwei fatale Fehler im Zentrum:

  • Es wird keine Rücksicht auf das individuelle Tempo deines Kindes gelegt
  • Dein Kind lernt nichts dabei über den Aufbau von Worten und einer sukzessiven Schwierigkeitssteigerung

Was genau das bedeutet und wie dein Kind stattdessen Lesenlernen sollte, zeige ich dir hier in diesem Buch "In 7 Schritten Lesen lernen". Du kannst es dir kostenfrei herunterladen.

So lernt ein Kind lesen

So machst du es richtig

Wenn du mit deinem Kind das Lesen übst, dann zeige Verständnis und Geduld. Ich weiß, wie schwierig das aufzubringen ist. Da konnte es doch gestern das eine Wort noch lesen und heute ist alles vergessen. Außerdem ist es gar nicht so leicht, immer ein Zeitfenster zu finden, wo sowohl du als auch dein Kind gerade Lust und Zeit zum Lesen habt. 

Aber es ist ganz wichtig, dass du dich nicht verunsichern lässt, wenn es nicht gleich gelingen will. Wenn die Lehrerin auch schon Texte vorgibt zum Lesen, die deinem Kind noch schwerfallen. Bleib erstmal bei einem Schritt, bevor es mit dem nächsten Schritt weitergeht. 

Lesen lernt dein Kind in 7 Schritten

Denn so ein Leselernprozess läuft in verschiedenen Schritten ab.  Sieben Schritte sind es insgesamt. Es ist ganz wichtig, dass dein Kind erstmal einen Schritt verinnerlicht hat, bevor es mit dem nächsten weitergeht. Und niemand kann voraussagen, wie lange dein Kind für den jeweiligen Schritt benötigt. Das hat nichts mit dumm oder besonders intelligent zu tun. Das ist ganz normal. So kann man allen Kindern Lesen beibringen. Nur gehen in der Schule viele gleich schon weiter. Da wird nicht gewartet. Der Stoff muss ja geschafft werden. Wenn du das zu Hause nicht abfederst, kann dein Kind schnell die Lust und Freude am Lesen verlieren und den Anschluss verlieren.

Mit meinem Lesematerial kannst du ganz unabhängig deinem Kind das geben, was gerade seiner Entwicklungsstufe entspricht und dann bleibst du solange dabei, bis dein Kind das verinnerlicht hat. Erst dann geht es zum nächsten Schritt weiter. 

Wenn auch du das Lesematerial für dein Kind nutzen möchtest, dann kannst du dir hier mein kostenfreies Buch "In 7 Schritten Lesen lernen" herunterladen.

Auch wenn mein Papa damals in bester Absicht gehandelt hat, ich hätte mir so sehr gewünscht, dass beim Lesenlernen auch mal jemand auf mich und mein Können schaut, statt auf die vermeintlichen Erwartungen, die es zu erfüllen gibt.


Vielen Dank fürs Lesen

Diana Wegel

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