Konzentrationsschwäche bei Kindern -
Das hilft deinem Kind einfach und effektiv

"Wenn sich mein Kind doch einfach ein bisschen mehr konzentrieren würde."

Viele Eltern wünschen sich mehr Konzentration von ihrem Kind. Manche Eltern fürchten, ihr Kind hätte eine Konzentrationsschwäche.

Oft fühlen sich Eltern insbesondere bei den Hausaufgaben unzufrieden. 

Hier erfährst du, ob bei deinem Kind eine Konzentrationsschwäche vorliegt, was mögliche Ursachen sein können und wie du deinem Kind helfen kannst, sich sofort länger zu konzentrieren.

Hat mein Kind eine Konzentrationsschwäche?

Konzentration ist die Fähigkeit, sich gezielt auf eine Sache zu konzentrieren. Es ist Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. 

Auf eine Sache konzentrieren!

Eltern vermuten häufig schnell eine Konzentrationsschwäche, weil das Kind Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben hat.

  • Das Kind starrt aus dem Fenster
  • Das Kind malt etwas an den Heftrand
  • Das Kind kommt vom Thema ab
  • Das Kind stöhnt
  • Das Kind legt den Kopf auf das Heft

Es muss also so sein: Das Kind kann sich nicht konzentrieren. Ganz sicher hat es eine Konzentrationsschwäche.

Aber! 

Kennst du Momente bei deinem Kind, wo es sich sehr gut und ausgiebig konzentrieren kann?

Oft nehmen wir Eltern das gar nicht so wahr.

  • Dein Kind puzzelt so lange bis das Puzzle fertig ist
  • Dein Kind baut aus Lego eine Fantasiewelt
  • Dein Kind malt ein Ausmalbild und will danach gleich noch eins

Wobei kann sich dein Kind besonders lange und ausgiebig konzentrieren?

Ganz sicher wird dir etwas einfallen.

Lass uns doch einmal annehmen, dass dein Kind keine Konzentrationsschwäche hat, sondern einfach nur keine Lust auf die Hausaufgaben.

Denn die sind selten kindgerecht gestaltet. Viel zu komplex und überfrachtet. 

Das ist eine ziemliche Herausforderung für dein Kind und deshalb zeigt es Vermeidungsstrategien (siehe oben).

Aber da lässt sich was machen.

Wenn dein Kind dazu neigt, bei den Hausaufgaben Löcher in die Luft zu starren oder dich in irgendwelche Gespräche ziehen will, dann habe ich hier meine 3 besten Tipps für mehr Konzentration bei den Hausaufgaben für dich.

Nun hat dein Kind eine Konzentrationsschwäche bei den Schulaufgaben. Diese müssen aber trotzdem gemacht werden.  

Lass uns folgend schauen, was mögliche Ursachen dafür sind und wie du deinem Kind gezielt und effektiv helfen kannst.

Was sind mögliche Ursachen für eine Konzentrationsschwäche?

Klingt etwas theoretisch, aber lass uns das an ein paar Beispielen anschauen. 

Die möglichen Ursachen umreiße ich dir hier im Überblick, damit du eine schnelle Erklärung findest. Möchtest du dazu mehr erfahren, habe ich dir hier einen ausführlichen Bericht geschrieben:

Besonders schnell lässt sich bei den äußeren Faktoren mit wenigen Anpassungen große Veränderungen erzielen.

Äußere Faktoren als Ursache einer Konzentrationsschwäche

Geräuschkulisse

Unter welchen Bedingungen kann sich dein Kind am besten konzentrieren? 

Braucht es absolute Ruhe oder kann es sich bei entspannter Musik am besten konzentrieren? 

Probiert hier einmal verschiedene Möglichkeiten aus und lass dein Kind wahrnehmen, wo es sich gut fokussieren kann.

Arbeitsplatz

Wie sieht eigentlich der Arbeitsplatz deines Kindes aus? 

Liegen da vielleicht interessante Bastelsachen, die dein Kind ablenken könnten oder sitzt dein Kind am Esstisch, der noch vollgestellt ist mit anderen Gegenständen, die gerade nicht gebraucht werden?

Ich behaupte: So aufgeräumt der Arbeitsplatz ist, so aufgeräumt ist es auch im Kopf deines Kindes. Hilf deinem Kind dabei, eine ablenkungsfreie Lernumgebung zu haben.

Arbeitsmaterialien

Wer legt bei euch die Arbeitsmaterialien bereit?

Lass das dein Kind machen. So kann es erstmal mit einer leichten Aufgabe starten und sich selbständig um die eigenen Sachen kümmern.

Du kannst deinem Kind helfen und mit Fragen unterstützen (Was brauchst du denn für diese Aufgabe? Ist dein Bleistift angespitzt?), aber greif nicht aktiv ein.

Die Verantwortung liegt bei deinem Kind.

Das ist gerade für ungeduldige Eltern nicht leicht, aber für dein Kind umso wichtiger. 

Innere Faktoren als Ursache einer Konzentrationsschwäche

Neben den äußeren Faktoren gibt es die inneren Faktoren. Diese sind nicht so offensichtlich und oft nicht so schnell zu verändern.

Aber auch hier kannst du deinem Kind helfen, ich zeige dir wie.

Probleme und Ängste

Bedrückt dein Kind etwas oder hat es vor einer Situation Angst? 

Oft ist das ein schleichender Prozess, der nicht sofort von deinem Kind in Worte gefasst werden kann.

Manchmal haben Kinder Angst vorm Matheunterricht, weil da immer wieder Bankrutschen gespielt wird. Oder es muss wieder laut gelesen werden im Deutschunterricht und die anderen Kinder lachen dann.

Sprich in Ruhe mit deinem Kind. Finde heraus, was dein Kind bedrückt und nimm deinem Kind die Angst. Schritt für Schritt.

Medienkonsum

Möchte dein Kind vor den Hausaufgaben „nur ein klitzekleines bisschen“ Fernsehen schauen?

Dein Kind ist erschöpft vom Schultag und möchte sich erstmal etwas entspannen.

Das ist okay. Aber erlaube das nicht beim Fernsehen oder beim Spielen elektronischer Spiele.

Dabei kann sich dein Kind nicht entspannen und pusht sich auf.

Dein Kind danach an die „öden“ Hausaufgaben zu bringen, wird nur schwer möglich sein.

Außerdem ist das Arbeitsgedächtnis deines Kindes dann so gefüllt, dass es gar nicht aufnahmefähig für die Hausaufgaben ist. 

Pausen

Dein Kind kann sich nur eine gewisse Zeit konzentrieren und braucht dann eine Pause. 

Nach ca. 15 Minuten kann die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes deutlich nachlassen.

Achte bewusst darauf und gib deinem Kind eine Pause. Findet sinnvolle Pausenbeschäftigungen, die dein Kind danach leicht zum Weiterarbeiten bringen.

Welche Konzentrationsübungen Kindern helfen, wenn die Hausaufgaben mal bis zu 2 Stunden dauern, kannst du hier nachlesen

Müdigkeit

So ein Schultag ist für Kinder enorm anstrengend. Es ist laut und ständig möchte jemand etwas von einem. 

Zu Hause brauchen Kinder oft erstmal Ruhe. Auch wenn dein Kind da anderer Meinung ist und vielleicht auch eher mehr aufdreht, als sich bewusst Ruhe zu gönnen.

Hilf deinem Kind dabei, Ruhephasen am Nachmittag einzubauen. Verplant nicht jeden Nachmittag. Lass deinem Kind auch mal Zeit, einfach nichts zu machen.

Was kann ich tun bei einer Konzentrationsschwäche?

Wenn dein Kind Schwierigkeiten hat, sich bei den Schularbeiten zu konzentrieren, halte dich an genau diese Abfolge:

Bring Leichtigkeit ins Lernen. 

Mit der Leichtigkeit kommt der Spaß. 

Dein Kind ist motivierter.

Dein Kind kann sich länger konzentrieren.

Das klingt erstmal leichter gesagt, als getan. Ich werde dir gleich ein paar Beispiele geben. 

Lernen mit Leichtigkeit ist die Grundzutat warum die Eltern, die mit meinem Virtuellen Klassenzimmer arbeiten, so große Lernerfolge und Spaß bei ihrem Kind beim Lernen feststellen. 

Schauen wir uns an, wie du das auch für dein Kind schaffen kannst. 

Dazu habe ich dir drei Dinge mitgebracht, die für dein Kind einfach und mühelos mehr Leichtigkeit ins Lernen bringen.

Lass dein Kind entscheiden

Klar, wir als Eltern wissen am besten, wie, wo, wann und was zu machen ist. Und dann halten wir uns auch nicht damit zurück, mit diesem Wissen unserem Kind zu helfen:

"Komm, du musst jetzt die Hausaufgaben machen. Später bist du zu müde.“

„Setz dich doch mal gerade hin."

„Wir fangen mit der Mathehausaufgabe an. Die ist für dich immer schwerer und dann hast du das schon geschafft.“

Sehr gutgemeinte Hilfen. Das Problem nur: Dein Kind will sie nicht hören. 

Weißt du, wann dein Kind motiviert ist, etwas zu tun? Wenn es die Dinge mitbestimmen und kontrollieren kann.

Das findet dein Kind toll. Es darf mitentscheiden.

„Möchtest du die Hausaufgaben am Esstisch oder heute mal auf dem Fußboden machen?“
„Möchtest du erstmal noch 15 Minuten spielen oder die Hausaufgaben gleich erledigen?“
„Möchtest du zuerst Mathe oder die Deutschhausaufgabe machen?“

Gib deinem Kind Möglichkeiten (idealerweise immer zwei Auswahlmöglichkeiten) und lass es selbst entscheiden.

Lass dein Kind die Aufgabe selbst erklären

Eltern haben manchmal das Gefühl, ihr Kind würde sich absichtlich unwissend und ahnungslos stellen.

„Was hast du denn auf?“ – „Weiß ich nicht!“
„Was hast du denn auf?“ – „Weiß ich nicht!“

„Was hat denn die Lehrerin gesagt?“ – Du ahnst es schon: „Weiß ich nicht!“

Das bringt Eltern schnell an den Rand der Verzweiflung und manchmal in einen blinden Aktionismus, wenn ich das jetzt mal so sagen darf.

Denn dann passiert folgendes:

Manchmal wird aus einem Elternteil bei den Hausaufgaben schnell ein Oberlehrer.

„Nein! Guck doch mal, was da steht.“

„Was hast du denn hier gemacht?“

„Ich erklär dir das nochmal.“

Sie erklären

zeigen mit dem Finger auf die Aufgabe, 

bringen das Kind gedanklich immer wieder zur Aufgabe

weisen auf Fehler hin.

Das Problem dabei: Das Kind begibt sich in eine Art „Opferhaltung“.
Es harrt aus und lässt sich vom Elternteil „durch die Hausaufgabe tragen“.

Eigentlich auch ganz clever von deinem Kind.

Warum soll ich mich anstrengen, wenn mir Mama sowieso zeigt, wo ich was hinschreiben soll und mir die richtige Lösung sagt, wenn ich sie nicht gleich weiß.

Übernimmst du auch den größten Teil der Hausaufgaben, dann kannst du das mit einer einfachen Strategie ändern.

Pack den Oberlehrer ein und nutze stattdessen die Fragetechnik.

Stell deinem Kind gezielt Fragen, durch die dein Kind selbst auf die Lösung kommt.

Statt: „Nein! Guck doch mal, was da steht.“

Alternative: „Kannst du die Aufgabe nochmal für mich lesen?“


Statt: „Ich erklär dir das nochmal.“

Alternative: „Kannst du mir die Aufgabe einmal mit deinen Worten erklären?“


Statt: „Nun beeil dich doch mal!“

Alternative: „Was meinst du, wie viele Aufgaben schaffst du in den nächsten 5 Minuten?“


Dabei muss die Frage auch manchmal (und gerade wenn du diese Technik neu einführst) sehr einfach und klein zu beantworten sein.

Also statt: „Was musst du denn in der Hausaufgabe machen?“

Lieber: „Musst du bei der ersten Aufgabe Plus oder Minus rechnen?“

Die Fragentechnik wird deinem Kind wahrscheinlich erstmal nicht gefallen. Schließlich ist selbst nachdenken viel anstrengender, als die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen. 

Doch für dein Kind wird es schon bald ein großartiges Gefühl sein, dass es Probleme und Schwierigkeiten aus eigener Anstrengung heraus lösen kann.

Dein Kind braucht Aufgaben entsprechend seinem Lernstand

Hier sind wir an einem Punkt, der häufig einfach außer acht gelassen wird.

Dein Kind entwickelt sich so schnell, wie es sich eben entwickelt.

Das wird leider viel zu selten berücksichtigt.

Hier ein Zitat von der Lehrerin meiner Tochter zum 1. Elternabend: „Na in den ersten Wochen bekommen die Kinder schon erstmal noch Zeit zum Ankommen, aber dann müssen sie es einfach auch können.“

Ich vergleiche das dann mit einem Baby, welches mit 11 Monaten noch nicht laufen kann. „Also 4 Wochen geb ich dir jetzt schon noch, aber dann musst du laufen können.“

Ist doch Schwachsinn! – In beiden Fällen. 

Dein Kind gibt das Tempo vor.

Erwachsene müssen den richtigen Weg zeigen.  

Das kann niemand beschleunigen.

Leider wird diese Tatsache in der Schule zu oft gänzlich missachtet. Da wird ein bis zwei Wochen ein neues Thema eingeführt und geübt und dann muss es dein Kind können und es geht zum nächsten Thema weiter. 

Ich erkläre das den Kundinnen in meinem Virtuellen Klassenzimmer immer so: 

Du kannst dir jedes Thema wie einen Ziegelstein (ich nenne ihn Meilenstein) vorstellen.

Aus diesen Ziegelsteinen wird eine tragfähige Säule gebaut. Dein Kind lernt erfolgreich und mit Leichtigkeit.

Theoretisch! 

Hat dein Kind nun ein Thema noch nicht ausgiebig genug verinnerlicht, wird kein vollständiger bzw. bröseliger Ziegelstein verwendet und darauf weiter aufgebaut.

Das Problem fällt nicht sofort auf. Erstmal steht die Säule.

Aber stelle dir die Säule vor, wie sie aussieht: Löcher, schief…

Irgendwann droht sie einzustürzen.

Das passiert übrigens am meisten bei diesen Unterrichtsthemen:

Minusaufgaben lösen (62-38)

Diktate richtig schreiben und Wörter dauerhaft behalten

Eltern fühlen sich hier häufig machtlos, weil die Aufgaben ja nun einmal von der Schule kommen.

Hier empfehle ich Eltern, sich einmal genau damit zu beschäftigen, wo ihr Kind in der Schule nicht richtig mitgekommen ist und sich Inhalte noch nicht richtig gefestigt haben.

Dazu nutzt du im Virtuellen Klassenzimmer diesen Lernweg:

Denn Lesen, Schreiben und Rechnen lernt dein Kind in einer fest vorgegeben Reihenfolge.

Dafür braucht dein Kind die Zeit, die es eben braucht. Das kann niemand beschleunigen. 

Aber du kannst dein Kind mit den richtigen Lernmethoden unterstützen. 

Denn wer hat schon Lust, sich mit dem Kind an zich Arbeitsblättern hinzusetzen und gemeinsam daran die Nerven zu verlieren.

Lernen kann viel einfacher sein – leichter. Denn mit der Leichtigkeit kommt der Spaß.

Dein Fahrplan zu mehr Konzentration

Wenn du dein Kind dabei unterstützen möchtest, dass es sich länger konzentrieren kann, dann nutze auch du die Lernmethode aus dem Virtuellen Klassenzimmer.

Damit haben bereits viele Eltern es geschafft, dass ihr Kind mit Leichtigkeit und Spaß lernt.

Hier das Virtuelle Klassenzimmer ausprobieren